Übungstag am Institut der Feuerwehr NRW

am Samstag, 27. Februar 2016 fuhren 18 Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Hünxe zu einem Übungstag auf das Außengelände des Institutes der Feuerwehr NRW in Münster-Handorf.

Das IdF ist die zentrale Ausbildungstelle für alle Feuerwehren aus NRW. Auf dem zirka 2,5 Hektar großen Grundstück befinden sich Straßenzüge mit Gebäuden unterschiedlicher Höhe, Eisenbahnanlagen mit Waggons und Oberleitungen, ein Gleis mit einer Straßenbahn, Baustellen, Gewässer und Schächte.

In diesen unmöblierten Gebäuden kann ein Innenangriff geübt werden. Im Ort Hünxe ist dieses leider nicht möglich, weil keine leer stehenden Wohnungen oder Häuser zur Verfügung stehen.

Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr aus Hamminkeln (22 plus 10 Jugendfeuerwehr), Altschermbeck (18 plus 2 JFF) und dem DRK Ortsverein Dingden (10) übten insgesamt 80 Kräfte mehrere Szenarien. Menschen mussten gerettet und Brände gelöscht werden.

Konrad Deckers, Leiter der Feuerwehr Hamminkeln, hat diesen Termin ermöglicht. Nach kurzer Begrüßung wurde eine kurze Erkundung des Geländes durchgeführt.
Ein Wohnungsbrand in einer Doppelhaushälfte mit zwei vermissten Personen sowie eine undichte Gasleitung in einer Ärztepraxis waren Einsatzszenarien, die die Hünxer Blauröcke zu bewältigen hatten.

Auch die technische Hilfe wurde geübt. Einen Arbeitsunfall in einer Grube stellte die Einsatzkräfte vor einer Herausforderung. Bei Ausbesserungsarbeiten an einem Rohrleitungssystem wurde ein Mann verletzt. Durch austretende Gase wurde dieser bewusstlos und musste gemeinsam mit dem Rettungsdienst aus seiner Lage befreit werden. Nur mit schwerem Atemschutz konnten die Retter in die drei Meter tiefen Grube, weil nicht bekannt war, warum der Arbeiter bewusstlos war. Mit einem Gasmessgerät wurde eine erhöhte Konzentration von Kohlendioxid festgestellt. Nun war eile geboten. Der Mann wurde auf eine Trage geschnallt und hochgezogen. Der Rettungsdienst versorgte den Mann im Anschluss.

Den Abschluss bildete ein Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus. Alle drei Feuerwehren mussten nun miteinander arbeiten. Der Rauch des Kellerbrandes schnitt den Fluchtweg für die Hausbewohner ab. Dargestellt von der Jugendfeuerwehr, wurden diese von mehreren Seiten aus, aus ihrer Lage mit Leitern und einer Drehleiter befreit.

Heinz-Wilhelm Neuhaus, Leiter der Feuerwehr Hünxe, war am Ende sehr zufrieden mit den Leistungen seiner Kameraden.