Chronik

Löschgruppe Drevenack

Im Jahr 2010/11 wurden große Teile dieses Berichtes von P.H. Haupt verfasst und erläutern in drastisch gekürzter Form Einsätze und andere Ereignisse der Löschgruppe Drevenack vom Jahr 1938 bis ins Jahr 2013. Urkundlich auf Gründungsprotokolle, Notizen oder dergleichen Aufzeichnungen lässt sich in den kommunalen Archiven leider nicht mehr zurückblicken. Im Gegensatz zu den Nachbargemeinden im damaligen Amtsbezirk Schermbeck, nämlich Brünen (1835), Krudenburg (1890) und Schermbeck (1893), wo sich die Bürger freiwillig zu einer örtlichen  Feuerwehr zusammenschlossen, war die Aufstellung von Brandschutzpersonal  in  Drevenack  immer  eine  politische  Verfügung.  Unter  den  damaligen  politischen  Verhältnissen  ließen  sich  18  junge Männer verpflichten eine Löschgruppe zu bilden, die am 30. April 1938    ihren Dienst aufnahm. Als kommissarischer Leiter der Gruppe wurde ein Mandatsträger der NSDAP eingesetzt, der sich am 1. September 1938    ablösen ließ. Die Amtsverwaltung bestellte kurzerhand den Ältesten der Gruppe zu ihrem Führer. Aus Obrighoven und Schermbeck wurden Grundausbilder abkommandiert, die den Drevenacker Männern und Frauen die Handhabung ihrer ‐dürftigen­‐ Ausrüstung beibrachten.

Am 1. September 1939 begann der II. Weltkrieg, und fast alle jüngeren Feuerwehrmänner wurden zur Wehrmacht einberufen. Sofort begann man durch Dienstverpflichtung von Männern älterer Jahrgänge, die Sollstärke zur Bedienung der Handdruckspritze mit 200 m D‐Druckschlauch auszugleichen. Einer dieser Männer bekam eine reguläre Feuerwehrausbildung zum Gruppenführer an der Provinzialfeuerwehrschule in Koblenz, er wurde fortan mit der Führung der Löschgruppe Drevenack beauftragt. Neben seiner beruflichen Tätigkeit bei der Reichsbahn behielt er dieses Amt bis zum bitteren Ende des Krieges inne.

Aus organisatorischen Gründen wurden die Löschgruppen Drevenack und Krudenburg zu einer Löscheinheit zusammengefasst. 1940 bekam die Löschgruppe Drevenack eine Motorspritze „KS 4“ sowie das dazugehörige Schlauchmaterial, verladen auf einer Transportlafette für Mannschaftszug. Eine Heuselbstentzündung und durch nächtliche, englische Luftangriffe ausgelöste Gebä debrände sowie mehrere Waldbrände erforderten die ersten Einsätze.

Ab 1941 verstärkten in den Städten und auf dem Land die im gesamten Reichsgebiet speziell aufgestellten Hitler-Jugendfeuerwehren die Einheiten der Feuerlöschpolizei. Auch in Drevenack wurden fortlaufend 14‐ bis 16­‐jährige in die aus 10 – 12 Jungmännern bestehenden HJ-­Helfergruppen zur Feuerwehr einberufen.

Im Mai 1942 wurde der Feuerwehrstandort Drevenack durch den Erhalt eines PKW vollmotorisiert. Dieser PKW war bislang von der FF Schermbeck als Mannschafts-­‐ und Gerätetransporter genutzt worden und mit einer Zugvorrichtung für einen Tragkraftspritzenanhänger ausgestattet. Die Schlauchbestückung von derzeit 210 m B‐ und 105 m C­‐ Druckschlauch konnte so mitgeführt werden. Mit dieser Ausstattung wurden nun auch 14 Frauen aus Drevenack und Krudenburg vertraut gemacht. Bereitschaften von Feuerwehrhelferinnen sind bis 1943 fast überall im Reichsgebiet in Dienst gestellt worden, um die durch den fortschreitenden „Totalen Krieg“ entstandenen Personallücken zu schließen.

Die Brandschäden, verursacht durch den schon alltäglichen Luftkrieg, stiegen auch überörtlich stetig an. In der Frühe des 24. März 1945 eröffneten die Alliierten die Niederrheinoffensive mit der Luftlandung am Brückenkopf in Wesel. Am Vorabend, dem 23. März, leistete eine kleine Gruppe Drevenacker Feuerwehrleute nachbarschaftliche Löschhilfe im brennenden Schermbeck. Das anhaltende „Sturmreifschießen“ mit Artillerietrommelfeuer bis weit in das östliche Rhein-­‐Hinterland hinein, löste diesen Einsatz aus. Fahrzeug und Gerät mussten beschädigt zurückbleiben, die Mannschaft konnte sich unverletzt in Deckung zurückziehen. Nur zwei Tage später wurde Drevenack von amerikanischen Truppen besetzt und die örtlichen Kämpfe beendet.

Die nachfolgende englische Besatzungstruppe installierte einen Militärgouverneur für den Kreis Rees. Drevenacks Bürgermeister wurde im Amt belassen und kümmerte sich vordringlich um die Beseitigung der Kriegsfolgeschäden. Zu seinen Obliegenheiten gehörte auch die Wiederherstellung des örtlichen Brandschutzes. Abermals bemühte er sich, in seinem Ortsbereich geeignete Leute zu finden -­‐ und stieß bei den ehemals Verpflichteten, die das Inferno überlebt hatten, auf kategorische Ablehnung jeglicher solidarischer Beteiligung. Bis auf einige Ausnahmen, ein junger Mann der „Erstaufstellung“ von 1938 und fünf HJ­‐Feuerwehrhelfer der letzten Kriegsjahre gaben ihre Zusage. Und vor allem fand er einen geeigneten Organisator, der ab dem 14. Juli 1946 den Neuaufbau mit sechs Männern wagte.

Per Mundpropaganda war die junge Wehr ein Jahr später auf immerhin schon 15 Mitglieder zwischen 17 und 29 Lebensjahren angewachsen. In den regionalen Sammelstellen der Kriegshinterlassenschaften fanden sich dann auch manche Feuerwehrausrüstungsteile wieder. Die Krudenburger Motorspritze „KS 4“ stand zur Verfügung, die Drevenacker Lafette wurde wiedergefunden und auf einem Schrottplatz der Kreisfahrbereitschaft in Wesel wartete der beschädigte Drevenacker Oldtimer auf seine Heimkehr. Im Frühjahr 1948 konnte die Wehr mit beschränkter Einsatzbereitschaft dem Nächsten wieder ihre Hilfe in der Not anbieten.

Die Einsätze der ersten Nachkriegsjahre befassten sich überwiegend mit Waldbränden und deren kraft-­‐ und zeitaufwändigen Bekämpfung. 40 Prozent der Drevenacker Waldflächen befanden sich derzeit im brandanfälligen  Stadium  von  Schonungen  und  Jungwäldern  aus  den großen  Aufforstungen  der  1930 – 36er  Jahren.  Etliche  der  heute stattlichen 80 – 100jährigen Kiefernbestände in den Sanddünen der Loosenberge,  im  Schwarzensteiner  Forst  und  in  den  Steinbergen verdanken ihren Erhalt der harten  Arbeit  Drevenacker  Feuerwehrleute  – teils mit (gegenseitiger) Unterstützung von Einheiten aus Brünen und Schermbeck.

1949 wurde das erste Gerätehaus im eigentlichen Sinne, zum Teil durch Eigenleistung durch etwa 20 Mitglieder der Feuerwehr, am heutigen Standort an der damaligen Marienthaler Straße erbaut. Die Zeiten der provisorischen Unterkunft in einer Werkstattgarage auf einem Hinterhof im Ortsteil Peddenberg waren vorbei.

Mit der Indienststellung eines neuen Löschgruppenfahrzeuges vom Typ LF 8 TS im März 1952 war die Wehr in der Lage, eine Löschwasserförderung von 600 l/Min. über eine Wegstrecke von 300 m aufzubauen und damit über drei C-­‐Strahlrohre mit 4 bar Ausgangsdruck eine effektive Brandbekämpfung durchzuführen.

Die Amtsverwaltung ließ kontinuierlich geeignete Brunnen bohren, um den ständigen Mangel an ausreichendem Löschwasser zu beheben. 1963 wurde in einem bescheidenen Rahmen gemeinsam mit den Nachbarwehren aus Brünen und Schermbeck das 25jährige Jubiläum der Drevenacker Löschkräfte gefeiert. Ein Jahr später, im Jahr 1964 begannen in Brünen und Drevenack die Anschlussarbeiten an die öffentliche Wasserversorgung im Amt Schermbeck. Die Erweiterung des Gerätehauses 1966 brachte eine große technische Aufwertung mit sich: die Beschaffung eines zweiten taktischen Fahrzeuges, einem Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF 16 mit 2400l Löschwassertank. Dieses Fahrzeug in Verbindung mit einer mittlerweile 26 Mitglieder starken Mannschaft ermöglichte ab 1967 die Bildung des Löschzuges Drevenack, dessen Ausrückebereich neben dem Ortsteil Krudenburg auch Teile er angrenzenden Gemeinden Damm und Weselerwald umfasste.

Die Einsatztätigkeit nahm zu und verlagerte ihren Schwerpunkt mehr und mehr auf Hilfeleistungen bei Hochwasser, Sturmschäden und Verkehrsunfällen. Ab 1970 wurden im Löschzug erstmals moderne, umluftunabhängige Atemschutzgeräte eingesetzt. 1971 ersetzte ein LF 8 auf OPEL‐Blitz – Fahrgestell das LF 8 von FORD / Magirus nach 19jähriger Dienstzeit. In diesem Zeitraum begann auch ein erster Generationswechsel im Mitgliederbestand.

1974 wurde mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) ein drittes Fahrzeug in Betrieb genommen. Damit waren alle Transportprobleme sowohl von Mannschaft als auch von Gerät gelöst und der Einsatzbetrieb mit KFZ-­‐Anhängern endgültig eingestellt. Es war das vierte Neufahrzeug innerhalb von 25 Jahren das der Träger des Brandschutzes, das Amt Schermbeck, für den Feuerwehrstandort Drevenack beschaffte.

Nur wenig später, am 2. Mai 1974, erließ der Regierungspräsident in Düsseldorf eine Bestimmung über die Regelung von Einzelheiten der Überleitung der Gemeinde Drevenack als Ortsteil in die nach dem Neuordnungsgesetz Niederrhein ab dem 1. Januar 1975 neu zu bildende Gemeinde Hünxe. Hierin wurde auch festgeschrieben, dass der örtliche Brandschutz in seinem derzeitigen Bestand erhalten bleibt. Mit einer respektablen „Mitgift“ reihte sich die Drevenacker Feuerwehr bereitwillig als „Löschzug 4“ in die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Hünxe ein. Der Drevenacker Löschzugführer übernahm zusätzlich kommissarisch die stellvertretende Leitung der Feuerwehr der Gemeinde Hünxe.

Eine günstige Mitgliederstruktur mit Wohn-­‐ und auch Arbeitsplätzen nahe am  Gerätehaus  ermöglichte  eine  überdurchschnittliche  Werktagpräsenz und  eine  schnelle  Eingriffszeit  nach  erfolgten  Alarmierungen,  spürbar  auch bei den unterstützenden Einsätzen in den benachbarten Ortsteilen.   1977 gründete sich die Jugendfeuerwehr Hünxe mit Starthilfen aus allen Ortsteilen der Gemeinde.

Das 40jährige Bestehen der Drevenacker Feuerwehr im Juni 1978 war ihr erster öffentlicher Auftritt. Mit einer Ausstellung, die über den derzeitigen Stand der Feuerlöschtechnik und die vielseitige Ausrüstung viele Bürger informierte, war dies die erste gemeinsame Veranstaltung innerhalb der neu geformten Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Hünxe.

Die Produktion und Lagerung, der Vertrieb sowie der Transport potentiell gefährlicher Stoffe und Güter nahmen in den Gewerbegebieten, aber auch auf den Straßen und Wasserwegen der Gemeinde stetig an, und das zunehmende Umweltbewusstsein der Bevölkerung ließ auch die Einsatzzahlen zunehmen. Der Löschzug Drevenack stellte sich diesen Anforderungen durch zusätzliche Ausbildungen, machte aber auch deutlich, das geeignete Ausrüstung beschafft und Organisationsformen verbessert werden mussten.

Das vorhandene TSF konnte aufgrund eines erheblichen Umbaus im Juni 1985 wechselweise mit Geräten für kleinere technische Hilfeleistungen oder zur Löschwasserförderung bestückt werden. Fortan wurde es als TSF/GW (Tragkraftspritzenfahrzeug/Gerätewagen) bezeichnet.

Vom 8.‐10. Juli 1988 hielt der Löschzug eine Rückschau auf 50 Jahre Feuerwehr in Drevenack. Zu diesem Anlass hielten die Delegierten aus  den 13 Feuerwehren im Kreis Wesel ihren Verbandstag in Drevenack ab. Zu Gast waren auch die Jugendfeuerwehren des Kreisverbandes und richteten im „Waldstadion“ ihre Wettbewerbe zum Bundeswettkampf aus. Mit großer Beteiligung der Bevölkerung Drevenacks ist den vielen Gästen ein umfangreiches und anschauliches Programm geboten worden. An dieser Stelle möge auch nochmals der dankbare Hinweis auf eine kleine Schar treuer Förderer der Drevenacker Feuerwehr gestattet, die mit ihren Zuwendungen und Unterstützungen Selbstdarstellungen eines solchen Formats ermöglichten und mittrugen.

1992 wurde das LF 8 auf Opel Blitz nach 21 Jahren außer Dienst genommen und durch das fünf Jahre jüngere LF 8 auf Mercedes Benz des Löschzuges Bucholtwelmen ersetzt.

Der Löschzug Drevenack wurde 1992 mit hydraulischen Rettungsgeräten ausgestattet, welche auf dem TSF/GW mitgeführt wurden. 1993 folgte die dritte Erweiterung des Gerätehauses, nötig geworden mit Ausblick auf einen anstehenden Generationswechsel im alternden Fahrzeugbestand. Nach längeren Beratungen über das künftige Ausrüstungskonzept wurde das bewährte TLF 16 im November 1993 durch ein Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 16/12 ersetzt, bei dem man zugunsten von mehr Ausrüstung fortan mit einem deutlich kleineren Löschwassertank auskommen musste. Im Dezember 1994 wurde das TSF/GW durch ein Mannschaftstransportfahrzeug ersetzt.

In den Jahren nach der deutschen Wiedervereinigung 1990, weit vor der Erfindung von Konjunkturprogrammen und Rettungsschirmen, führte die Gemeinde eine spürbare Verschlankung ihrer Feuerwehrausstattung durch. Mit einer hohen Kompromissbereitschaft arrangierten sich Führung und Mannschaft des Löschzuges mit den konstant laufenden Veränderungen in den Konzepten um den verbliebenen Restfuhrpark.

Mit gemischten Gefühlen begrüßte die Drevenacker Feuerwehrfamilie den Eintritt in das neue Jahrtausend. Im Mitgliederverzeichnis waren nur einige Familiennamen schon in dritter Generation vertreten, erstmalig seit 1945 waren auch wieder drei weibliche Vornamen verzeichnet. Schon 1978 hatte das FSHG NRW auch Frauen den Eintritt in die Feuerwehren ermöglicht. Unauffällig, aber wirkungsvoll bildeten schon immer die Frauen und Mütter der Feuerwehrleute das logistische Rückgrat des Löschzuges Drevenack – ihnen allen sei an dieser Stelle von ganzem Herzen gedankt!

Für viel unruhiges Fahrwasser sorgte im Jahr 2004 die Rückstufung der Löschzüge Bruckhausen, Bucholtwelmen und Drevenack in Löschgruppen. Nach dem bis 2007 mehrere Anläufe der Drevenacker Feuerwehr, die Behebung mittlerweile zahlreicher Missstände sowohl am eigenen Standort, als auch in der Gesamtwehr in die Wege zu leiten, allesamt im Sande verliefen, wandten sich die Wehrleute in Drevenack als „Flucht nach vorn“ in einem offenen Brief an die Einwohnerschaft Drevenacks, an die Ratsfrauen und Ratsherren, die örtlichen Vereinsvorstände und auch an die Presse. Obwohl die Feuerwehr breite Rückendeckung aus der Bevölkerung erfuhr, setzte der Rat der Gemeinde Hünxe im November 2007 einen Brandschutzbedarfsplan in Kraft, in dessen Rahmen sich Drevenacks Feuerwehrleute nicht mehr in der Lage sahen, ihre ehrenamtliche Tätigkeit zum Schutze der Bürger ihres Ortsteils effektiv und sicher weiterführen zu können. Am Beschlusstag, dem 07. November, legten 29 von 36 aktiven Frauen und Männern symbolisch ihren Helm ab, nachdem sie zuvor ihre Dienste offiziell aufgekündigt hatten.

Auf die erwarteten hohen Wellen, die dieser Schritt nach sich zog, folgte zwangsläufig eine Zeit der Ratlosigkeit, der Umorganisation und der Überlegungen, wie es denn nun weitergehen solle. Der stellvertretende Leiter der Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Hünxe übernahm ab diesem Zeitpunkt zusammen mit den verbliebenden Kameraden die schwierige Aufgabe, eine neue Löschgruppe zu formieren. Aufgrund seines Engagements ließen sich rasch wieder einige junge Männer für den Feuerwehrdienst gewinnen, die sich nun nach besten Kräften bemühen mussten, möglichst zügig den sicheren Umgang mit der feuerwehrtechnischen Ausrüstung zu erlernen und zu trainieren.

Im Jahr 2009 wurde, mit Finanzmittel aus dem Konjukturpaket II, das Gerätehaus Drevenack umgebaut und modernisiert. Verschiedene Gesetze und Richtlinien konnten so umgesetzt und das Gerätehaus an den  heutigen Standard angepasst werden.  Im gleichen Jahr wurde das LF 8 ersatzlos außer Dienst genommen. Aufgrund dessen steht der Löschgruppe Drevenack dieses Fahrzeug mitsamt seiner Ausrüstung nicht mehr zur Verfügung.

Mehrere Extremsituationen wurden ausgerechnet in dieser Phase des Neuaufbaus bittere Realität: ein ausgedehntes Schadenfeuer auf einem abgelegenen Bauernhof, der Großbrand in einer Holzhandlung im  Ortskern Drevenacks sowie ein arbeitsintensiver Kellerbrand verlangten den neu aufgestellten Einsatzkräften bereits in den ersten zwei Jahren viel ab. Mit der Sperrung sowie dem unmittelbar folgenden Abriss der  einzigen direkten Verbindung zu den anderen Ortsteilen der Gemeinde, der Kanalbrücke über den Wesel‐Datteln‐Kanal, trat ein weiteres Szenario ein, das die Feuerwehr organisatorisch vor eine weitere große Aufgabe stellte.

Aufgrund personeller Umstände wurde ab dem Jahr 2010 die Löschgruppe Drevenack durch den Leiter der Feuerwehr Hünxe geführt. Dieser übergab in der Jahreshauptversammlung 2012 die Führungsaufgaben der Löschgruppe Drevenack wieder an Mitglieder der Löschgruppe zurück, da ein Löschgruppenführer und ein Stellvertreter in den eignen Reihen gefunden wurden. Somit konnte sich der Leiter der Feuerwehr aus dieser Aufgabe zurückziehen.

Im Jahr 2012 wurde durch den Rat der Gemeinde Hünxe ein neuer Brandschutzbedarfsplan beschlossen, welcher eine Verbesserung der technischen Ausstattung auch der Löschgruppe Drevenack beinhaltet. Zurzeit besteht die Löschgruppe Drevenack aus 24 aktiven Feuerwehrmänner und–frauen, die jederzeit bereit sind ihren Dienst am nächsten zu verrichten. Um den weitgefächerten Aufgaben der Feuerwehr gerecht zu werden, stehen ihnen dazu ein LF 16/12 und ein MTF zur Verfügung. Wie jeher wird alle 14 Tage Donnerstags ein Dienst durchgeführt.

Dies, sowie viele andere Indizien zeugen davon, dass sich der Brandschutz in Drevenack trotz aller Erschwernisse dank des Engagements vieler Einzelner wieder in einer stetigen Aufwärtsbewegung befindet. Diese vielen Einzelnen sind alle zusammen eins: die Drevenacker Feuerwehr.