Chronik

Löschgruppe Bucholtwelmen

1947 – 1958

1945 war der Krieg zu Ende. Selbst die kleinen Dörfer wie Bucholtwelmen waren nicht verschont geblieben. Überall lagen zerstörte Kanonen, Fahrzeuge und sonstiges Kriegsgerät herum.
Diese stellten eine große Gefahr für die Bevölkerung dar.
Die zusammengekarrten Sprengkörper wurden 1-2 mal in der Woche durch ein Sprengkommando zur Explosion gebracht. Die herumfliegenden, brennenden Rückstände verursachten, je nach Witterung, meist einen Wald- oder Heidebrand.
Um der Sache Herr zu werden, bat der damalige Amtsdirektor Sanders, in Bucholtwelmen einen Waldbekämpfungstrupp zu gründen.
Daraus entwickelte sich die Bucholtwelmer Feuerwehr.

Da es nach dem Krieg an allem fehlte, bestand die Ausrüstung zunächst aus zehn Spaten. So nach und nach, stellte man eine TS-8 Köbel-Lukenwalde, die irgendwo vom Luftschutz stehen geblieben war, sowie ein paar A-Rohre und Hanfschläuche zur Verfügung.

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Tragkraftspritze (TS8)

1958 – 1997

Der schönste Augenblick für unsere Wehr war der 19.02.1958.
An diesem Tag übergab uns der Bürgermeister Fritz Schöne einen LF 8.
Kurze Zeit später erhielten wir noch einen TSA (Tragkraftspritzenanhänger) mit Tragkraftspritze.

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Löschgruppenfahrzeug

Am 16.08.1961 war Richtfest am Waldheideweg. Außer Schule und Turnhalle entsteht auch ein Feuerwehrgerätehaus für unsere Löschgruppe. Das Gebäude wurde am 01.11.1962 bezogen.
1974 haben wir einen TLF 16 übernommen.

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Tanklöschfahrzeug

Zu unserem 25-jährigen Jubiläum im Jahre 1972, wurde als Übung ein Flugzeugabsturz simuliert. Zwei Piloten blieben mit ihren Fallschirmen in den Bäumen hängen und mussten gerettet werden.

15 Jahre später, im März 1987, wurde diese Übung zum Ernstfall. Bucholtwelmen war damals zum Teil militärischer Sperrbezirk.
Ein Kampfflugzeug des Typs Tornado stürzte in der Nähe der Waldheidesiedlung ab und explodierte. Tausende von Wrackteilen wurden über die umliegenden Felder verstreut, und drangen wie Geschosse und Granatsplitter durch Wände, Dächer und Fenster der Siedlung.
Wie durch ein Wunder wurde niemand getötet oder verletzt. Unser Löschzug war fünf Tage im Einsatz.
1989 wurde unserem Löschzug ein LF 16TS zur Verfügung gestellt.

1997 wurde der TLF 16, nach 34 Jahren Einsatzzeit verkauf
Die Gemeinde Hünxe kaufte einen neuen LF 8/6, der bis heute unserer Löschgruppe zur Verfügung steht.